Lagenwechsel Klang

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    • #12837
      AvatarNora
      Teilnehmer

      Hallo an alle,
      ist hier keiner mehr ? Ich habe nun die ersten Hürden überwunden und wende vieles an, was ich hier anhand der Videos und der Diskussionen gelernt habe. Man muss es in vielen Fällen einfach nur tun und üben ;-).
      Zum Thema Lagenspiel gibt es hier wenig :-(.
      Einer meiner Übeschwerpunkte ist zur Zeit, den Klang des Tones, den ich z.B. in der ersten Lage erreiche, auch bei den Tönen in der vierten Lage beizubehalten.
      Ich weiß theoretisch, dass das vom Aufsetzpunkt des Bogens zwischen Steg und Griffbrett abhängt. Beim Üben einzelner Töne kann ich den Punkt suchen/finden. Aber im Spiel beim schnelleren Wechsel der Lagen klingen die hohen Töne wieder „jämmerlich“. Einfluss hat auch, wie stark ich auf die Saite drücke und wie fest ich den Bogen aufsetze. Also wieder einmal: viel auf einmal zu beachten.
      Habt Ihr Tipps für einen wunderschönen Klang der Töne der vierten Lage ?

      viele Grüße

      Nora

    • #12838
      AstridAstrid
      Teilnehmer

      Hallo Nora,

      ich glaube, du hast schon die wichtigsten Dinge genannt, die für einen schönen Klang wichtig sind. Ich habe aber auch ab und zu das Problem, dass die Töne irgendwie kratzen oder flach klingen, v.a. bei kurzen Notenwerten bzw. schnellen Passagen. Meine Lehrerin hat dann festgestellt, dass ich v.a. auf den tieferen Saiten häufig nicht gerade streiche 😁 ( obwohl ich, wenn ich meine Schulzeit mit einrechne, insgesamt schon ca. 8 Jahre Cello spiele). Manchmal waren aber auch die Saiten nicht ganz von Kolophoniumresten gesäubert (oder der Bogen zu stark kolophoniert) 🙄.
      Vielleicht hilft dir das noch weiter.

      Viele Grüße
      Astrid

    • #12839
      AvatarNora
      Teilnehmer

      Hallo Astrid,

      danke für Deine Antwort. Genauso geht es mir auch – kratzen/flach klingen. Das mit dem Gerade-Streichen war ein guter Tipp , wenn ich besonders darauf achte klingt es schon viel besser ! Danke, das spornt zum weiteren Üben an, wenn man Fortschritte sieht/hört.

      viele Grüße
      Nora

    • #12840
      AvatarKatta
      Teilnehmer

      Liebe Nora,

      ich weiß nun natürlich nicht, wie die Töne in der vierten Lage bei dir klingen. Grundsätzlich sind die Punkte, die du nennst wichtig. Wobei ich finde, dass auch jede Saite etwas anderes braucht, die C-Saite lässt z.B. sich nicht so weit am Griffbrett spielen.
      Jedoch ist es schon richtig, dass die Töne in der vierten Lage leichter, auch dünner klingen als in der ersten Lage. Du wirst irgendwann dahin kommen, damit ganz bewusst zu gestalten. Dann suchst du genau diesen Klang und spielst auch mit dem Kontaktpunkt zwischen Griffbrett und Steg, weil du einen bestimmten Klang erzeugen willst. Auch kann man in der vierten Lage hervorragend diese liebliche Melancholie herausbringen.
      Ich wünsche dir fröhliches Experimentieren, bleib dran!

    • #12841
      AvatarNora
      Teilnehmer

      Liebe Katta,

      danke für die Antwort und die Ermutigung.

      viele Grüße
      Nora

    • #13065
      AstridAstrid
      Teilnehmer

      Hallo Nora, Katta und alle anderen Cellist(inn)en,

      jetzt habe ich noch mal ein Problem bei einem bestimmten Lagenwechsel:
      Ich möchte mit dem 3. Finger aus der 1.
      Lage (fis, D-Saite) zum a (A-Saite)in der 5.Lage wechseln, dabei den Ton aber fest aufgesetzt spielen, also nicht als Flageolet. Dabei passiert es mir häufig, dass ich links neben die A-Saite greife und sogar vom Griffbrett abrutsche oder den Ton ganz einfach verfehle.Zwischen den beiden Tönen wird die leere A-Saite gestrichen. Ist es am besten, den Lagenwechsel auf der D-Saite bis in die 5. Lage auszuführen und im letzten Moment dann rüber zu greifen? Ich hoffe, ihr versteht was ich meine, leider weiß ich nicht, ob und wie man hier ein Bild der Noten einfügen kann.

      Viele Grüße und ein schönes Fastnachtswochenede
      Astrid

    • #13066
      AvatarKatta
      Teilnehmer

      Liebe Astrid,

      Grundsätzlich gibt es drei Lagenwechselarten:
      1) auf der Saite rutschen ohne sie gegriffen zu halten
      2) springen
      3) auf der gegriffenen Saite rutschen
      Jede dieser Arten ist zulässig und hat seine Vorteile bzw. vor allem einen gestalterischen Effekt.
      Das wird super hier erklärt.
      In deinem Fall gibt es die Möglichkeit auf der Dd-Saite zu rutschen oder zu springen.
      Wobei warum überhaupt leere a-Saite?
      Ich kenne das Stück nicht und kenne nicht die tonale Umgebung. Aber warum spielst du nicht das fis mit dem ersten Finger, dann liegt das gegriffene a(anstatt leerer Saute) unter den vierten Finger. Während du das a spielst, greifst du mit dem ersten Finger um auf die A—Saite und im Bogenwexhsel rutschst du in die 5. Lage. Also 1 4 3

      Liebe Grüße
      Katharina

    • #13068
      AstridAstrid
      Teilnehmer

      Liebe Katharina,
      die Notenfolge stammt aus einer Etüde von Sebastian Lee (12 melodische Etüden, Nr.4) und besteht aus 6 übergebundenen Noten mit Saitenwechseln D-A und Lagenwechsel. Daher der vorgeschlagene Fingersatz mit der leeren A-Saite (zusätzliches Bogentraining).
      Aber für ein normales Stück wäre dein Tipp, fis-a in der 2. Lage zu spielen, gut. Da ich also beim Fingersatz der Etüde bleiben möchte, versuche ich den Lagenwechsel weiter über die D-Saite.
      Viele Grüße, Astrid

      P.S. auf dein Thema Orientierung in der Daumenlage antworte ich später noch

      • #13071
        Felix SeiffertFelix Seiffert
        Keymaster

        Hallo Astrid,

        die von Dir erwähnte Passage ist ganz eindeutig eine Übung in „freiem Einsatz“. Es geht darum dass Du mit Deiner Hand in der Luft hinauf in die 5. Lage gehst und einfach aus Deinem Gefühl heraus das a‘ triffst. Mit einiger Übung geht das. Flageolett ist möglich aber die „faule“ Lösung. Das triffst Du immer. Versuche aus der Luft heraus den Ton wirklich zu treffen. Das ist zunächst nicht leicht, wird Dir aber eine sehr genaue Vorstellung bescheren, wo dieser Ton tatsächlich ist. Deine Hand merkt sich das Gefühl der Spannung die in dem Moment zwischen Daumen (in der Halsbeuge) und dem 3. Finger.

        ganz herzlichen Gruß,

        Felix Seiffert

    • #13069
      AstridAstrid
      Teilnehmer

      Nochmals hallo, liebe Katta,

      leider klappt es nicht, direkt unter deiner Frage, deinem neuen Thema „hohe Lagen“, zu antworten, obwohl ich ja im Foyer angemeldet bin, also antworte ich dir jetzt hier.
      Wenn du in der 8.Lage spielst, sitzt ja der Daumen auf dem Oktavflageolet, das heißt, dass die nächsten Töne die gleichen wie in der ersten Lage sind, also auf der A-Saite der Daumen auf a (sozusagen leere Saite), 1. Finger auf b/h, 2. auf c/cis und der 3. auf d. In dieser Lage finde ich es am einfachsten, mich am Daumen zu orientieren.
      Wenn du noch eine Lage höher gehst, rutscht der 3. Finger auf das Quintflageolet, also e auf der A-Saite, a auf der D-Saite, d auf der G-Saite u. g auf der C- Saite. Dann kannst du den 3. Finger immer mit der Nachbarsaite (außer auf der A-Saite) vergleichen. Noch höher habe ich noch nicht gespielt, aber dann müsste ja irgendwann wieder ein Oktavflageolet auftauchen 🤔
      Vielleicht hilft dir das. Bei der praktischen Umsetzung der Daumenlagen tue ich mir aber auch noch schwer. Den Violinschlüssel kenne ich noch von früher von Blockflöte und Klavier, da mühe ich mich mit dem häufiger verwendeten Tenorschlüssel in den hohen Lagen mehr ab.

      Liebe Grüße
      Astrid

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