Bogenfrage Nummer 2

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Dieses Thema enthält 6 Antworten und 3 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Norbert Norbert vor 1 Woche, 5 Tagen.

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  • #10672
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    Walter
    Teilnehmer

    Servus an alle!

    Vor einigen Monaten habe ich mir einen neuen Bogen nach französcher Bauart gekauft. Er spricht bei minimalen Bogendruck wunderbar an. Da ich nur in einem etwa 16m2 großen Zimmer alleine übe, bin ich damit völlig zufrieden gewesen.
    Dann habe ich mir vorgestellt, ob ein Solist mit meinem Bogen einen Konzertsaal füllen könnte. Ich habe den Bogen stärker gespannt und mir vorgestellt fff zu spielen. Dabei wurden die Haare bis an den Bogen gedrückt. Ist das normal oder soll ich es mit einer noch höheren Bogenspannung probieren? Könnte es sogar sein, daß ich den Bogen umtauschen muß, weil er zu „weich“ ist?

    Liebe Grüße
    Walter

  • #10677
    Felix Seiffert
    Felix Seiffert
    Keymaster

    Hallo Walter,

    ich glaube das Füllen eines großen Raums mit Klang hat weniger mit dem Bogendruck zu tun, als du glaubst. Es kommt immer darauf an, die Saite dort anzustreichen, wo ein großer Ton möglich ist. Und das ebenso viel mit der Kontaktstelle, also dem Abstand des Bogens vom Steg zu tun. Ich schaffe meinen großen Celloton mit einem Abstand der Haare vom der Bogenstange in der Mitte von etwa 8 mm. Und das reicht sogar beim Cello.

    Vielleicht siehst du Dir einmal diesen Blogartikel an:

    Der Bogenstrich – grundlegende Betrachtungen

  • #10683
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    Walter
    Teilnehmer

    Sevus Felix!

    Danke für Deinen Kommentar.
    Deinen Blogartikel habe ich mir genau durchgelesen. Wie immer gibt es Vieles zu beherzigen.
    Vor dem eigentlichen Üben mache ich 30′ Minuten Trockenübungen.
    Etwa 10′ Minuten für links (Ellbogen schwingen lassen, Tunnelgriff).
    Für rechts 20′ Minuten:
    1. Lockerheit im Handgelenk.
    2. Zeigefinger und kleinen Finger gezielt einsetzen.
    3. Bogen im rechten Winkel zu den Saiten.
    4. Den Bogen in der Mitte zwischen Steg und Griffbrett aufsetzen. Schelleng ist für mir noch viel zu schwierig.

    Entsprechend Deinem Blogartikel werde ich auf den Bogendruck achten.
    Nun ist mir eine Idee gekommen. Ich möchte auch darauf achten, ob ich den Bogen satt (mit allen Haaren) oder gekippt aufsetze. Was hälst Du davon? Würde mich das auf den Holzweg führen und von Wichtigerem ablenken?

    Beste Grüße
    Walter
    gd1a1e2

  • #10832
    Felix Seiffert
    Felix Seiffert
    Keymaster

    Hallo Walter,

    was Du ansprichst, ist die „Kantung“ des Bogens. Auch die Kantung ist ein Stilmittel. Kannte den Bogen immer mit den haaren zum Steg hin. Du wirst bestimmt bald heraus bekommen, dass Du leichtere Töne eher mit gekantetem Bogen und laute Klänge eher mit vielen Haaren auf der Saite hin bekommst. Spiele einmal bitte damit.

    Nur eines: alle Haare komplett auf die Saite stellen, also Kantung =0 würde ich Dir nicht empfehlen. Damit kommst Du sehr schnell dahin, den Ton tot zu drücken.

    herzliche Grüße

    Felix Seiffert

  • #11096
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    Walter
    Teilnehmer

    Servus Felix!
    Ich war im Urlaub. Deswegen erst jetzt ein großes Danke.
    Dein empfohlenes Stilmittel (Kantung des Bogens) werde ich versuchen umzusetzen.
    Es ist sicher eines der wichtigen Feinheiten, die viel bewirken.
    Der Ball ist wieder bei mir.
    Nochmals Danke
    Walter

  • #11274
    Felix Seiffert
    Felix Seiffert
    Keymaster

    Bitte bitte,

    und Dir gutes Gelingen dabei

    Felix

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