Antwort auf: Tunnel greifen

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#23069
Rachel
Teilnehmer

Danke, Felix, für Deine Zeilen.

Ich habe den Verdacht, dass ich tatsächlich vorher die ganze Zeit den Ellenbogen nicht weit genug nach außen gestellt habe. Ich habe seit Januar ein sehr langwieriges Schulterproblem (links) und daher schon bei normalen alltäglichen Bewegungen eher eine Schonhaltung eingenommen. Und beim Cello hatte ich zwar nicht die Haltung, die Du beschreibst mit dem „am Griffbrett hängen oder sich festklammern“, sondern schon nach außen, und es schien auch gut zu funktionieren, allerdings eben nicht mit dem Tunnelgriff. Wenn ich nun mit dem Arm von weiter außen komme, und die Hand noch mehr zu einem O forme, dann klappt es besser.
Allerdings traten nun neue Probleme auf: da ich die Handschuhe nicht tragen konnte dabei, bluteten die Fingerkuppen wieder, mein Daumen hat nun mehr nach unten gedrückt (er war vorher interessanterweise die ganze Zeit lockerer), so dass mir der Daumen und das Gelenk sowie der Teil zwischen Daumen und Zeigefinger extrem weh tun (dazu kommt, dass ich ohnehin Gelenkerkrankungen habe, passiert bei mir also sehr schnell), und die Schulter tut auch viel mehr weh, wie zu erwarten war. Teilweise ist es dann wohl Übungssache, man benutzt eine Haltung, die für den Körper ungewohnt ist, und die er, wie ja schon öfter gesagt wurde, nicht freiwillig macht, andererseits muss ich darauf achten, wie lange ich so spielen kann, ohne dass die Schmerzen zu stark und nachher noch chronisch werden.
ABER immerhin habe ich nun ab und zu einen gescheiten Ton im Tunnelgriff herausbringen können.

Mit den Handschuhen habe ich es nun mal so probiert, dass ich die Finger vom rechten Handschuh, den ich ja nicht unbedingt brauchte, abgeschnitten habe und mir die einzelnen Finger überziehe, die kann ich noch enger ziehen, das ist besser. Tut immer noch weh, aber besser als nix. Wie in einem anderen Thread schon mal angeregt, könnte ich, wenn alle Stricke reißen, ja noch andere Fingerkuppen ausprobieren.
Nun bleibt nur üben, üben, üben.