Begabung

„Habe ich überhaupt genug Begabung dafür?“

War das die erste Frage, die Du Dir gestellt hast?

Ich meine: Entstand sie sofort an dem Punkt, an dem in Dir der Wunsch aufkam, ein Instrument zu lernen?

Hast Du Dich das gefragt?

Ich glaube, das fragen wir uns alle.

Diese Frage nach Deiner Begabung entscheidet über den Erfolg und den Misserfolg von dem, was wir vorhaben oder tun. Sie birgt aber auch einiges an Zündstoff, weil sie Deinen Wunsch beflügeln oder sogar verhindern kann. Sie hat eine enorme Macht.

Stell Dir einmal vor, was wäre, wenn Du nicht begabt wärest? Was wäre dann, wenn Du feststellst: Deine Begabung reicht nicht aus, um ein Instrument zu lernen. Du würdest Dich nur überall blamieren?

Aus der Traum! Lass es lieber bleiben! Das war es mit dem glückseligen Wunsch, ein Instrument zu lernen.

Stell Dir mal vor, das endet so? Klingt fast wie ein Todesurteil, oder?

Ich glaube, wir sollten uns die Sache einmal genauer ansehen.

Begabung – was ist das eigentlich?

„Du hast eine Gabe“ bedeutet doch, dass Dir etwas „gegeben“ ist. Du hast eine Fähigkeit, über die Du verfügen kannst.

Aber ist sie Dir wirklich geschenkt? Und – gibt es wirklich eine Begabung für ein Instrument?

Wenn wir ein Instrument spielen, dann greifen die verschiedensten Fertigkeiten ineinander?

  • Wir können Hören
  • Wir können uns auf sehr differenzierte Weise bewegen
  • Wir verstehen Noten
  • Wir empfinden Musik
  • Wir haben ein Gefühl für Rhythmus und Melodie

Hab ich noch etwas vergessen?

  • Idealer Weise beherrschen wir das alles blind, sodass wir mühelos beim Spielen auf unsere Mitspieler eingehen können, und dadurch lebendiges gemeinsames Musizieren entsteht. 

Eine beachtliche Liste von Teilaspekten, gell?

Gibt es das, dass jemand auf die Welt kommt, „begabt“ ist und das gleich alles beherrscht?

Jetzt müssen wir noch differenzierter hinsehen. Jede „Teil – Begabung“ hat nämlich zwei Aspekte. Versuchen wir es einmal mit dem Hören.

Der Schüler sagt zu mir: „Ich kann das nicht hören.“

Also was kann er jetzt nicht? Ist er jetzt taub oder auf verschiedenen Frequenzen schwerhörig? Oder kann er nur einen Rhythmus oder einen bestimmten Abstand von Tönen nicht erkennen?

Das sind zwei grundverschiedene Dinge.

Beim Ersteren handelt es sich um die rein körperliche Fähigkeit, akustische Signale aufzunehmen.

Beim Zweiten handelt es sich aber um etwas, was man lernen kann. Ich kann dem Schüler die entsprechenden Übungen geben und ihn so lange verschiedene Tonabstände (Intervalle) hören lassen, bis er die Unterscheidung gefunden hat. Dann kommt nach einer gewissen Weile der Punkt, wo er die Tonabstände auf einmal erkennt und – „hören kann“.

Was ist jetzt da „Begabung“?

Ähnlich geht es mit den anderen Teilaspekten, die ich Dir oben aufgelistet habe.

Ein Schüler sagt zu mir: „Ich kann diesen Ton nicht schön anstreichen.“

Er hat die Haltung des Bogens gelernt, macht alles richtig. Er hat gelernt, wie es aussieht, wenn der Bogen gerade auf den Saiten steht. Damit hat er rein äußerlich die Anforderungen erfüllt, die es braucht, damit ein Ton schön klingen kann.

Er klingt aber dennoch nicht. Ist der Schüler jetzt „unbegabt“ deswegen?

Nein, er hat den Umgang mit der Trägheit einer Saite noch nicht in sein Bewegungsgefühl gebracht. Er hat mit seinem Gefühl noch nicht erfasst, was es bedeutet, mit dem Bogen auf einer Saite genau das an Gewicht und auch Zuggeschwindigkeit zu geben, was die Saite verträgt. Er spürt noch nicht durch den Bogen hindurch das Schwingen der Saite.

Diesen feinen Umgang kann man lernen. Gewisse Vorbedingungen sind dazu allerdings von Vorteil: die Arme sollten normal beweglich sein und lang genug, dass er den Bogen auch wirklich ausstreichen kann. Vielleicht ist dies eine begabungsmäßige Grundvoraussetzung.


 

Warum sind die Begabten begabt?

Und trotzdem finden wir sie immer wieder, diese Leute, die ein Instrument in die Hand nehmen und denen es scheinbar in den Schoß fällt. Und manchmal wundert man sich. Es wirkt so, als würden diese Leute ein Instrument nicht zum ersten Mal in die Hand nehmen.

Bewundernswert – aber auch ernüchternd für unsereins.

Es gibt sie, die Leute, die dann auch aus ihrer Grundbegabung Dinge schaffen, die andere nie erreichen. (zum Beispiel mit 20 Jahren an einer führenden Stelle eines großen Sinfonieorchesters zu sitzen)

Die Frage, warum das so ist, ist meiner Ansicht nach nicht wirklich zu beantworten. Ich denke, man muss es einfach hinnehmen.

Interessant ist es aber zu hören, dass genau diese Leute sehr fleißig üben, sehr gewissenhaft, manchmal gar nicht so lange täglich, dafür aber sehr effektiv. Und sie sagen oft von sich, dass sie das Gefühl haben, noch längt nicht oben angekommen zu sein.

Ja, sie entwickeln sich auch immer weiter. Und – sie wirken glücklich dabei, auch wenn der Weg immer noch nicht zu Ende ist.

Eine Frage der Perspektive

Ich glaube, ich habe diese Aussage einmal bei Pablo Casals einem der großartigsten Cellisten gehört, den das 20. Jahrhundert hervor gebracht hat. 

Er hat gesagt (und diese Aussage unterstreichen die besten großen Musiker) dass es beim Instrumentalspiel zu 5% um Begabung geht. Die anderen 95% die dazu führen dass jemand sein Instrument wirklich beherrscht, sind Fleiß.

Und meiner Ansicht nach geht es dabei um die strikte Weigerung, Grenzen zu akzeptieren. Es geht um das ständige Überwinden von eigenen Hürden und das Erschließen von neuen Feldern, neuen Teilaspekten des eigenen Spiels.

Merkst Du etwas?

Wir sind alle an einem bestimmten Punkt auf der Leiter. Alle sind wir dabei die Grenzen unseres Könnens zu erweitern. Dabei kommen wir manchmal an schwierige Punkte, und machmal geht es ganz leicht.

Aber eines ist das Wichtigste. Wir spüren, dass wir wachsen. Also nicht körperlich (wenn man von dem Muskelwachstum, das unsere Kraftübungen am Instrument hervorrufen, einmal absieht), sondern innerlich.

Und das bereitet uns die größte Freude, egal an welchem Punkt wir stehen. Das sagen vor allem auch die größten Profis.

Der Punkt, an dem es weiter geht

Hast Du übrigens gewusst, dass die größten Hürden, die sich Dir in den Weg stellen, diejenigen sind, die Dich nach ihrer Überwindung am weiteten bringen?

Ich habe das im Unterricht und im Studium hunderte male erlebt. Du kommst an einen Punkt, den Du scheinbar nicht überwinden kannst. Dein Lehrer bringt Dich immer wieder an die Stelle, die aus irgend einem Grund nicht laufen will. Und er lässt nicht locker. Und Du fühlst Dich wie der erste Mensch. Eventuell schaffst Du es nicht, den Knoten zu lösen. Du gehst ziemlich verzweifelt nach Hause.

Und dann geht es am nächsten Tag fast ganz von alleine. Irgend etwas hat sich in der Nacht gelöst, irgendwie ist der Schalter umgelegt worden.

Ja, das sind die Punkte, die immer wieder auf uns zukommen. Und glaub mir, die kommen nicht, weil Du „unbegabt“ bist. Die sind da, weil Du Deinen Körper, Deine Bewegung und Deine geistige Tätigkeit beim Spielen in Einklang bringen musst. Du lernst, Dein Tun mit Deinem Bewusstsein zu  durchdringen.

Und Du?

Du hast die wichtigste Grundbegabung, Du kannst lernen, und das kann eine der freudigsten Tätigkeiten sein, die Du in Deinem Leben hast. Du brauchst nur die richtige Einstellung dazu, und den Unterricht, der auf diese Dinge achtet.

Natürlich solltest Du Dich fragen, ob Dir ein bestimmtes Instrument auch liegt. Du hast auf verschiedenen Instrumenten ganz bestimmt verschiedene Grundbegabungen. Bei mir ist es so, dass ich eine klare Affinität zu Streichinstrumenten habe, besonders natürlich zum Violoncello. Klavierspielen, zum Beispiel, ist bei mir eine Katastrophe. 😉 Da habe ich mich ein paar Jahre im Studium gequält und überlasse das gerne anderen, die es besser können.

Probiere aus, was Dir liegt. Du erkennst es bestimmt. Wenn Dir ein Instrument beim Spielen einfach Spaß macht, dann wird es schon das Richtige sein, oder?

Und dann geht es los. Und Du wirst ganz bestimmt an Hürden kommen.

Aber an denen wächst Du – und das lohnt sich.

Fazit:

Ein Instrument zu spielen, besteht aus den verschiedensten Teilfertigkeiten. diese Teilfertigkeiten haben alle bestimmte Grundvoraussetzungen, aber vor allem lassen sie sich erlernen. Wir können hier von einzelnen Teilbegabungen reden.

Wir alle, stehen mit unserer Begabung an einem bestimmten Punkt. Der hochbegabte Ausnahmemusiker genauso wie der Laie. Und an diesem Punkt setzt unsere Möglichkeit an, uns weiter zu entwickeln.

Gerade das „sich weiter Entwickeln“ ist aber neben dem reinen musizieren die Quelle der größten Freude. Wir freuen uns immer, wenn wir wachsen können. Und damit tun wir uns etwas Gutes.

Immer wieder geraten wir auf diesem Weg an Punkte, an denen es schwierig wird. Wenn wir uns netzt „unbegabt“ fühlen, werfen wir die Flinte ins Korn. Andererseits haben aber genau diese Punkte das Potential für unseren nächsten größten Entwicklungsschritt.

Eine Bitte:

Kannst du aus dem Artikel etwas für Dich mitnehmen? Wollen wir dann nicht darüber in eine größere Diskussion einsteigen? Sei doch so gut und poste diesen Artikel in Deinem Netzwerk.

vielen Dank

Felix Seiffert

p.S.: verstehst Du, warum oben auf der Seite unter dem Logo steht?

Weil Du mehr kannst, als Du denkst…

14 Kommentare

  1. Avatar
    Elisabeth

    Vielen Dank für deine tollen Artikel. Ich habe gerade mit dem Cello Unterricht begonnen und es macht mir so viel Spaß! Ich stöbere viel auf deiner Seite und habe mir schon einige Videos angesehen.

    Seit meiner Kindheit haben mich Musiker fasziniert, aber es gab für mich nie Gelegenheit ein Instrument zu erlernen. Jetzt endlich mit 34 Jahren und trotz 4 kleinen Kindern daheim, habe ich mir die Zeit genommen und mir das selber geschenkt.

    Aber ich ertappe mich immer wieder, dass ich Angst habe zu wenig Talent zu haben. Dein Artikel hat mich wirklich in meinem Selbstvertrauen gestärkt. Danke!

    • Felix Seiffert
      Felix Seiffert

      Hallo Elisabeth,

      ja, diese Gedanken können immer wieder auftauchen. Und sie bremsen einen dann, gell? Vielleicht kannst Du in dem Moment einmal inne halten und Dir mal kurz überlegen, was Du schon alles geschafft hast. Kann es sein, dass das schon eine ganze Menge ist? Und wenn du jetzt in die Zukunft schaust und Dir vorstellst, Du machst genauso weiter, was glaubst Du, was könnte da alles entstehen? Es gibt immer einen Weg nach vorne.

      viel Freude weiterhin beim Spielen und alles Gute

      Felix Seiffert

  2. Avatar

    Hallo Felix!
    Was ich mich außerdem frage ist, ob es irgendwann zu spät sein kann ein Instrument zu lernen. Ich bin mir vor allem aus Zeitgründen sicher, dass, wenn man die Zeit in der Kindheit verpasst ein Instrument zu erlernen, man es sonst eh nicht mehr macht. Man steckt in der Ausbildung/im Studium, fängt an zu arbeiten und gründet höchstwahrscheinlich eine Familie nach dem Lauf des Lebens. Man kommt bestimmt einfach nicht mehr dazu, ein Instrument zu erlernen.
    Was sagst du?
    Liebe Grüße.

    • Avatar
      Felix Seiffert

      Hallo,

      letztlich muss ich Dir sagen: es ist Deine Entscheidung. Sieh mal, Du findest immer Zeit, für Dinge, die Dir wirklich wichtig sind. Und wenn Du im Spielen deines Instrumentes etwas entdeckst, das Dir wirklich ernsthaft etwas gibt, dann wirst Du es tun. Dafür ist es nie zu spät.

      Diese Frage mit dem „ist es nicht zu spät“, kommt aus dem Grundgedanken heraus, dass es nur dann Sinn macht, wenn dieses und jenes Ziel erreicht werden kann. Wenn Du also die Idee hast, nach Studium und schon im Beruf möchtest du auf den Stand kommen wie ein Profi, dann sag ich Dir, ist es definitiv zu spät. Aber ist das Dein Hintergrund? Möchtest du nicht viel mehr etwas für Dich tun, und das Musizieren genießen? Vielleicht mit anderen zusammen musizieren? Dafür hast du Zeit, wenn für Dich der Zeitpunkt gekommen ist. Ich habe schon viele Leute erlebt, die dahin gekommen sind und es nicht bereut haben, obwohl sie mit über 50 angefangen haben.

      ganz herzliche Grüße

      Felix Seiffert

    • Avatar

      Hallo zusammen,
      ich glaube auch, dass es sich nicht um Bgabung handelt, wie man vorwärts kommt. Wenn etwas eine Rolle spielt, dann die Liebe zur Musik. Ich habe mit acht Jahren angefangen Klavier zu spielen, bin immer dran geblieben, viele Jahre mit Unterricht, habe dann noch Akkordeon gelernt, ebenso von Lehrern begleitet. Das halte ich für noch elementarer, wenn es um Voraussetzungen geht. Mit 55 (!) habe ich das Cello entdeckt und bin völlig vernarrt. Deshalb übe ich wirklich viel. Die Zeit finde ich immer, einfach weil ich sie mir nehme. Ich spiele im Quartett und Orchester.
      Zusammenfassend: die Begeisterung, gute Lehrer, Üben, dann klappt das.

      • Felix Seiffert
        Felix Seiffert

        Vielen Dank für Deinen Kommentar.

        Ich sehe das genauso. Wer mit Entdeckerfreude an die Sache heran geht der kommt weiter als geahnt. Immerhin ist dieser Gedanke an eine vielleicht mangelnde Begabung ja vor allem ein Hemmschuh für das Vorankommen.

        Alles Gute Dir und viel Freude weiterhin beim Musizieren.

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    Stefan Keller

    Lieber Felix

    ich bin nun 42ig und spiele seit langer Zeit Schlagzeug.
    Das Cello habe ich das erste mal „Richtig“ wahrgenommen vor knapp 2 Jahren an einem, ja es ist so, „HeavyMetal“ Konzert.
    In diesen zwei Jahren hat mich das Instrument nicht mehr losgelassen, immer wieder recherchen, die Überlegung, kann ich das überhaupt, der Zweifel, nein ich glaube nicht.
    Schlussendlich ist mir mittlerweile klar es gibt kein Nein. 🙂
    Danke für den tollen Kursaufbau, ich bin gerade gestern Eingestiegen und es macht jetzt schon Spass!

    Liebe Grüsse
    Stefan

    • Avatar
      Felix Seiffert

      Lieber Stefan,

      na das freut mich. Ich wünsch Dir gute Fortschritte und wenn Du Fragen hast (und die kommen ganz sicher auf), dann schau doch einmal im Forum vorbei. Da ist vieles schon beantwortet und Du hast jederzeit die Möglichkeit, ein neues Thema zu eröffnen.

      ganz herzliche Grüße

      Felix

  4. Avatar

    Hallo Felix. Mit Freude habe ich deinen Blog und die Videos heute entdeckt. Zuerst, ich finde du bist ein guter Pädagoge.
    Ich habe mir über das Thema Begabung und Lernfähigkeiten in den vergangenen Wochen viele Gedanken gemacht. Ich habe ein Musikstudium fast beendet, meine Musikkarriere läuft prima. Und jetzt hab ich mich (ich bin Sängerin, Komponistin und spiele Klavier, Gitarre und von dem Grundlagen her ein paar Blasinstrumente) auf das Cello eingelassen. Hui… keine frets, dann auch noch ein Bogen… soviel neues! Aber diese Sehnsucht nach dem Cello lässt mich einfach nicht los. An manchen Tagen geniesse ich einfach den Fortschritt. Und manchmal verziehen sich meine Ohren, wenn meine Finger mal wieder aus dem Training scheinen aber dann erinnere ich mich… es ist die Liebe zur Musik, die mich schon immer hat neugierig sein lassen. Ich will spielen, also sammle ich Erfahrungen. Früher meinte man zu mir, ich sei nicht begabt. Das hat weh getan. Ich hätte daher nie gedacht, dass ich mein Exam mit Bestnote und Lob absolvieren würde – du schriebst, dass auch die Lehrer einen pushen. Ohne klare, ungeschönte Worte kein Fortschritt! Das ist besonders auch im Studium so gewesen. Ich habe aber all die Kritik genutzt, um es den Leuten zu zeigen, dass ich es besser kann, dass ich eine Freude für die Musik in mir trage. Und auch wenn ich auf dem Cello jetzt noch nicht so toll klinge, ich werde weitergehen, denn auch mit meinem Gesang und den eigenen Stücken habe ich inzwischen so viel erreicht. Meinen eigenen Schülern in meinem Fach erkläre ich immer, dass es die Freude am Musizieren ist, die einen dazu bringt besser zu werden. Denn wenn wir Freude haben, nehmen wir täglich das Instrument in die Hand. Und dann werden wir auch besser. Dann können wir das, was eine Begabung ist, ausleben, einen Raum öffnen… . Und dann wollen wir auch besser werden. Dann üben wir effektiver, weil wir eine Vision haben. Egal welches Alter wir haben oder welche Vorerfahrung. Dein Artikel hat mich inspiriert… und deine schönen Anleitungen auf Youtube sind auch klasse. danke!!!

    • Avatar
      Felix Seiffert

      Hallo Marion,

      vielen Dank für Deine aufbauenden Worte.

      Ja, die Motivation kommt im besten Fall aus der Musik selbst. Und damit meine ich nicht, dass ein Lehrer immer nur lobt. Ernst gemeinte und fundierte Kritik, die aber aufbauend ist, ist immer angebracht. Und sie zerstört auch nicht die Motivation, meine ich , ganz im Gegenteil. Aber es ist eben alles im Dienste der Freude an der Musik, die sich dann noch besser entfalten kann.

      Viel Freude weiterhin am Musizieren und Unterrichten

      Felix

  5. Avatar
    Lenny Leppers

    Hallo Felix,

    Ich finde das super das du hierzu ein post geschrieben hast. Ich habe erst spät mit Geige lernen angefangen (vor 3 Jahren – war damals 36) und ich habe mich die Frage oft gestellt. Stelle aber immer wieder fest das dran bleiben und an dich glauben viel mehr bringt als alles andere. Ich habe auch dein andere Artikel gelesen und finde es echt super was du schreibst. Ich bin der Meinung das es für erwachsene nur deswegen schwieriger ist weil wir vergessen haben zu lernen, denn dazu gehört es auch Fehler zu machen. Ich merke das ich am Anfang viel zu oft versucht habe Fehler zu vermeiden. Das hat nichts gebracht 😉 ich habe wieder lernen müssen Fehler zu machen. Und nun versuche ich mit mein Instrument mehr zu „spielen“ statt nur stringent Etüden und Tonleitern zu üben. Ich glaube das haben Kinder auch besser verstanden 🙂
    Danke für dein Arbeit – es hat mich schon sehr oft geholfen! Liebe Grüße Lenny

    • Avatar
      Felix Seiffert

      Hallo Lenny,

      vielen Dank für Deinen interessanten Kommentar. Ja, Kinder gehen oft spielerischer an die Sache heran. Aber meiner Erfahrung nach haben auch sie diese Last, alles richtig machen zu müssen. Wir haben das leider alle (und wirklich alle!) in unserer Kindheit eingeimpft bekommen, dass es schlecht ist, Fehler zu machen. Und alle haben wir damit zu tun, das zu erkennen, aber auch die Kraft zu entdecken, die darin steckt, wenn wir auf „Entdeckungsreise“ mit unserem Instrument gehen, anstatt, gut sein zu müssen. Meiner Ansicht nach schlummert gerade dort bei uns allen ein ungeahntes Potential.

      Viel Freude weiterhin mit der Geige und lass es weiterhin so spielerisch angehen.

      Felix

  6. Avatar

    Lieber Felix,
    ein wunderschöner Artikel, den ich gerne gelesen habe und der zu 100% meine eigene Meinung trifft!
    Vielen Dank dafür und liebe Grüße aus Bad Camberg,
    Petra

    • Avatar
      Felix Seiffert

      Hallo Petra,

      vielen Dank für die Zustimmung und herzliche Grüße aus dem schönen Bayern.

      Ja, wir sind alle auf dem Weg, nur eben an verschiedenen Stellen.

      Felix

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